»Clean Eating« im Check!

 

Ernährungs-Trend Clean Eating: Ist »Weniger« das neue »Mehr«?

Die neue Achtsamkeit bei der Zubereitung, vorgelebt von Dennis Riesen, Küchenchef im  Pythagoras

Die neue Achtsamkeit bei der Zubereitung, vorgelebt von Dennis Riesen, Küchenchef im Pythagoras

Ist Clean Eating eine Diät oder ein Lebensstil? Vielleicht ein natürlicher Instinkt! Wie die Freude am Einfachen: Denn „sauber“ zu essen ist eigentlich ganz easy, selbst für Vielbeschäftigte. Kochen mit kurzer Zutatenliste, häufiger mal frisch zubereitet, weniger Salz und Zucker, mehr gartenfrische Kräuter, native Öle, gute Fette oder Eier aus Freiland-Haltung bringen schon viel. Wählen wir dann noch saisonales Gemüse statt Fertigkost und hängen einen Veggie-Tag an, sind wir auf einem guten Weg. Und wenn uns der Schokoriegel im Schrank anschmachtet: Eine Handvoll Nüsse tut´s auch!

So bleiben Sie “sauber”! ;-)

Kochen Sie cleaner und werden Sie zum Ernährungs-Detektiv! Die üblichen Verdächtigen: weißes Mehl, Industrie-Zucker, Speisesalz mit Rieselhilfen, auch gehärtete Fette. Je kürzer die Zutatenliste, desto besser. Reine Zutaten ohne Zusätze bewirken, dass Heißhunger-Attacken ausbleiben und schenken uns langfristig mehr Energie und ein besseres Körpergefühl. Auf Ihrem Speiseplan: Alles, was Sie in der Gemüse-Abteilung anlacht und anmacht – roh, gegart oder gemixt. Probieren Sie auch ungewöhnliche Pflanzen wie Schwarzwurzeln oder Pastinaken. Und vor allem: Genießen Sie Ihr Gemüse: Kaum ein anderes Lebensmittel ist so reich an Vitalstoffen. Hauptsache marktfrisch oder naturbelassen. Unsere Sinne sensibilisieren sich sukzessive für das unverfälschte Eigen-Aroma eines Lebensmittels.

Kleine Sünden? Ein Klacks!

Gemüse ist gesund. Selbst, wenn Sie es gern mit einem Sahneklecks garnieren, werden wir uns mit 80 immer noch auf dem Sportplatz treffen. Weil es das Immunsystem stärkt, den Stress killt, schlau und happy macht, uns länger leben und besser schlafen lässt und wir damit viel effektiver abnehmen! On top fördern seine Ballaststoffe den Abtransport von Östrogen, oft schuld am Fettüberschuss um die Körpermitte. Dabei können Sie ruhig zum Suppenkasper werden, wenn Sie die Erbsensuppe ohne fleischige Beilage auslöffeln und zum Abschmecken native Öle verwenden (z. B. von Jordan oder PÖDÖR). Übrigens: Der Saison-Star Kürbissuppe kommt ohne Fettzugabe aus: Butternut oder Muskat weisen von Natur aus eine sahnig-cremige Konsistenz auf. Aber eine Tomaten-Suppe ohne Sahne-Topping? Ein bisschen Blubb muss sein!

Und wen nehmen Sie mit ins Bett?

Eine goldene Abnehm-Regel lautete bisher immer: Dinner Canceling – sprich: abends bloß nicht mehr den Bauch vollschlagen. Doch Food-Forscher beginnen das eiserne Gesetz zu hinterfragen. Gelangen neuerdings zu der Erkenntnis: Abends snacken ist okay, solange unser Nachtmahl kaum Kohlenhydrate enthält, stattdessen viel Protein. Dann ist es sogar der reinste Fitness-Turbo. Denn ein Eiweiß-Booster vor dem Einschlafen beschleunigt den Stoffwechsel und steigert die Muskelmasse. Folgendes Slim Food ist deshalb bei schlanken Menschen häufig im Kühlschrank zu finden: Hüttenkäse (köstlich mit Blaubeeren!), Magerquark, Jogurt, Eier oder Lachs. Auch ein Healthy Knabberspaß ist noch erlaubt, solange es Bananen- und keine Kartoffelchips sind. Erdmandel-Kekse. Oder ein frugaler Rohkost-Riegel.

Meal Prepping – Tschüss, Kantinenkost!

Mitnehm-Mahlzeiten, zu Hause oder vorab im Markt besorgt, sind eine effektive Maßnahme, um der Spagetti-Bolognese-Versuchung in der Kantine zu entgehen: Gesundes Fast Food oder Grünzeug, verzehrfertig gewaschen und ansonsten unverarbeitet, finden Sie auch an unseren Convenience-Theken und Salat-Bars. Gute Entscheidung am Nachmittag: Beeren statt Schoki, z. B. mit Magerquark und Nüssen. Gehen Sie einerseits die Ernährungs-Umstellung nicht zu verkrampft an, sonst ist der Rückfall vorprogrammiert. Verabreden Sie sich jedoch auch andererseits nicht zum Power-Workout im Lieblingscafé, sondern lieber an der Smoothie-Bar.

„Cheat“-Day – sich auch was gönnen können

Bei Donuts kennen Sie kein Halten, es hungert Sie nach herzhafter Hausmannskost oder eine Packung Schokoriegel schmachtet Sie seit Tagen schräg von der Seite an? Dafür gibt´s doch den Mogel-Tag! Denn manche Vorsätze halten wir eh nicht durch: ein für alle Mal auf Fast Food oder Zucker verzichten, zum Beispiel. Deshalb dürfen Sie einmal pro Woche getrost ein wenig schummeln, sagen Ernährungs-Experten: Dann gibt´s zum Beispiel Pizza, Pasta oder Gebäck ohne Geschmacks-Verstärker. Imker-Honig. Grillbratwürstchen mit goldener DLG-Plakette. Oder Haselnuss-Creme mit extra hohem Nussanteil. Finden Sie alles in unserem Eigenmarken-Sortiment. Denn auch jetzt sollten Sie auf Lebensmittel-Qualität achten: Industriell erzeugtes Fast Food beinhaltet oft Zusatz- oder Zuckeraustauschstoffe, welche den Appetit künstlich ankurbeln. Muss ja nicht sein!

Super fit & super definiert: Hallo, sexy Body!

Lassen Sie die Hörnchen weg und essen Sie zum Frühstück einfach mal Rührei mit Schnittlauch oder Lachs mit Avocados. Machen Sie Speisen mit Zitronensaft an (basisch, gut für die Nieren und die Eisenaufnahme!). Pürieren Sie Magerquark mit einer Banane. Ersetzen Sie zur Abwechslung Kuh- durch Mandelmilch. Oder entscheiden Sie sich am Wochenende statt Wurst für einen Healthy Aufstrich aus unserer Biowelt, wie z. B. Hummus aus Kichererbsen. Denken Sie regional. Kaufen Sie öfter fettarmen Jogurt und pimpen ihn selbst mit frischem Obst. Trinken Sie über den Tag verteilt reichlich reines Quellwasser. Weniger Alkohol. Und vor allem: Seien Sie nicht zu streng zu sich, auch nicht in der Umkleidekabine: Wir alle können keine Wunder vollbringen, aber das Beste aus unserem Body herausholen. Und Clean Eating trägt dazu dabei. Bleiben Sie sauber! 😉

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