“Haute Hausmannskost” – ein Hoch auf die Wurzeln!

 

Sie adeln Suppen, Nudeln, Salate, Kuchen oder Austern und sind verwurzelt in der Region: “Erdgeister” wie Radieschen, Sellerie, Rote Bete, Karotten & Co. verleihen der Creative Cuisine eine neue Ehrlichkeit und erden so manchen Sternekoch. Plötzlich wird aus Essen pure Emotion: Beschwört es doch ein Stück Heile Welt herauf, die nach der Kohlsuppe unserer Kindheit duftet! Futtern wie bei Muttern? Fast: Denn unser Küchenteam kann gar nicht anders. Es addiert stets einen besonderen Twist. Da wird dann aus bürgerlicher Küche schon mal “Haute Hausmannskost” …

Ein Trend, der immer wieder neue Generationen erobert – präsentiert von Fatma Demirpolat

Ein Trend, der immer wieder neue Generationen erobert – präsentiert von Fatma Demirpolat

Sie denken bei Wurzelgemüse nur an rustikale Deftig-Kost? Willkommen in unseren Genusswelten! Ob Yams- oder Maniok-Wurzel, schwarzer oder kugelförmiger Rettich, Mai-Rüben-Bund, Rote Bete, Gelbe Bete, violette Möhren, Süßkartoffel oder Pastinake: Sie alle sind so viel mehr als nur Suppengrün oder Eintopf-Basis. Machen Sie die Probe aufs Exempel!

Schlammgeboren – das wiederentdeckte Wurzel-Wunder

Lange fristeten sie ein Schattendasein: nicht nur botanisch, verborgen unter Erde, versunken im Schlamm und ohne Licht und Wärme. Sondern auch kulinarisch: Die Kellerkinder unter den Gemüsesorten waren gerade mal für einen Eintopf gut. Doch gerade dass Sellerie und Co. unterirdisch gedeihen, zunächst unscheinbar daherkommen und dann durch eine Fülle von Farben und Aromen überraschen, macht die Naturalien zu wahren Winterstars, einem kleinen Wunder – und begehrten Allroundern, auch in der gehobenen Gastronomie.

Everybody´s Darling – Erdgeister beflügeln Sterneköche

Ob Veggie oder Paleo-Fan; Rohköstler, Beef- oder Clean Eater: Wurzelgemüse ist aufgrund seines hohen Nährstoffgehaltes und seiner für Allergiker beruhigenden Lektin- und Histamin-Armut stets mit von der Partie, bedient es doch die volle Range von Möhrenkuchen über Radieschen-Suppe bis hin zu Rettich-Eintopf. Ruhm und Ehre heimst aktuell auch die schrumpeligste Vertreterin dieser Gattung in letzter Zeit ein. Von wegen „nur“ Suppengrün: Sellerie brilliert neuerdings auch in der feinen Küche: kandiert, gebraten oder püriert. Sterneköchin Léa Linster Sellerie – unlängst zu Gast bei Zuheide – köchelt den Rustikalo kurzerhand in Sahne und serviert ihn dann ganz mondän zu Lachs oder gratinierten Austern. Geheimtipp für Hobbyköche: Aus Sellerie lässt sich auch ohne die obligatorische Zugabe von Knochen ein ergiebiger Fond herstellen. Getrocknet und gemörsert verfeinern seine Schalen darüber hinaus Salate, bilden seine Blätter sogar die Basis für Sellerie-Eis.

Näher ist besser: aus der Region für die Region!

Man kann auf alles Etiketten kleben – „Öko“, „Bio“, „Regional“, „Vegetarisch“ oder „Vegan“ – und es dann dabei bewenden lassen. Das ist einfach. Oder man vermittelt eine Philosophie, die den Markt im Innersten zusammenhält. Genau hier beginnt entspannter Genuss. Die Vertriebswege und Bio-Versprechen bei regionalen Produkten zeichnen sich bei Zurheide in der Regel durch optimale Transparenz aus: Hier sind uns die Erzeuger oft persönlich mit Familienamen bekannt, stammt die Ware aus Hofläden und hinterlässt einen ökologischen Footprint, der den ernährungs- und umweltbewussten Kunden in der Regel sofort überzeugt. Ein Plus, von dem auch unsere heimische Rote Bete profitiert …

Tolle Knolle: Rote Bete bekennt auch kulinarisch Farbe

Vegan-Guru Attila Hildmann stellt sich gern mal der Challenge und legt das volle Potenzial der tollen Knolle frei: Kombiniert mit Avocados und Tofu offenbart sie ein völlig neues Genussspektrum. Was niemanden davon abhalten sollte, sie ganz klassisch in Heringssalat zu servieren: Das intensive Rubin-Rot ist als Farbgebung in Hering, Labskaus, Risotto, Omelette und Quarkspeisen unschlagbar, auf den Händen jedoch verzichtbar: Am besten beim Schälen Küchenhandschuhe überstreifen! Die Vorsicht wird belohnt mit einem beispiellosen Vitaminschub bestehend aus Vitamin B, Folsäure, Eisen und Kalium. Auch untereinander harmoniert Wurzel-Gemüse perfekt. Aus Sellerie und Roter Bete wird geraspelt und mit Birnen bestückt im Handumdrehen ein sterneverdächtiger Salat; aus Möhren, Rote Bete und Ingwer ein ergiebiger Eintopf. So schmecken Karotten gestiftet oder gedünstet, in einem veganen Salat à la Dennis Riesen („Harmony“), in exotischem Thai-Salat oder als rohes Möhren-Untereinander und verbinden sich ebenso gern zum Gratin. Sowie zu einem neuen Lifestyle angelegt zwischen Haute Hausmannskost und bürgerlicher Küche. Sein Motto: Back to the Roots!

Credits
Mit freundlicher Unterstützung unserer Mitarbeiterin Fatma Demirpolat (Foto), die für Zurheide Feine Kost in die Rolle der Markenbotschafterin schlüpfte und das Projekt kreativ mitgestaltet hat.